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Curb-Cut-Effekt

Der Curb-Cut-Effekt ist das Phänomen, dass behindertengerechte Einrichtungen von einer größeren Gruppe genutzt und geschätzt werden als von den Menschen, für die sie ursprünglich konzipiert wurden. Das Phänomen ist nach den Curb-Cuts benannt – kleinen Rampen, die Teil des Bürgersteigs sind – die ursprünglich für den Zugang von Rollstuhlfahrern an bestimmten Stellen angelegt wurden, aber auch von Menschen mit Kinderwagen, Einkaufswagen oder Gepäckstücken gerne genutzt wurden. Curb-Cuts sind heute allgegenwärtig und werden nicht mehr allgemein als behindertengerechte Einrichtung wahrgenommen. Der Curb-Cut-Effekt ist ein Teilbereich des universellen Designs, bei dem es um die gezielte Gestaltung einer Umgebung geht, die für alle Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Behinderungen zugänglich ist.