1. Planung der Vorlesungszeit
Inhalte: Barrierefreie Lehrmaterialien, Lernmanagementsystem und Räume
Lehrmaterialien
Während der Planung der Vorlesungszeit ist ein zentraler Aspekt barrierefreier Lehre die Bereitstellung zugänglicher Materialien. Im Sinne des Universal Design for Learning (UDL) sollte bei der Vorbereitung der Lehre ein Ansatz verfolgt werden, der „die Bedarfe möglichst vieler Menschen berücksichtigt, statt individuelle Lösungen zu fordern“ (Fisseler 2015, S. 45). Durch das UDL-Prinzip kommen bereits kleine Anpassungen einer großen und heterogenen Zielgruppe zugute. Lernmaterialien und -umgebungen können entsprechend von vornherein so gestalten werden, dass sie möglichst vielen Lernenden gerecht werden – einschließlich Studierenden mit Behinderungen.
Achten Sie also darauf, dass alle Dokumente in barrierefreier Form gestaltet und den Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Außerdem können Sie bei der Planung der Veranstaltung beispielsweise Methoden auswählen, die es Studierenden erlauben auf unterschiedliche Art zu lernen und unterschiedliche Bedarfe und Stärken ansprechen (Verwendung von Audiodateien statt ausschließlich Textdateien). Um konkret bei der Umsetzung von barrierefreien Materialien unterstützt zu werden, fungiert XXX als Hilfsmittel und beinhaltet konkrete Anweisungen.
Lernmanagementsystem (LMS)
Gleiches gilt für Materialien, die über das Lernmanagementsystem (LMS) bereitgestellt werden. Auch hier sollte sichergestellt sein, dass die Inhalte ohne zusätzliche Hürden nutzbar sind. Sofern Materialien im LMS Moodle bereitgestellt werden, sollte der Kursraum selbst barrierefrei aufgebaut sein und eine übersichtliche sowie klare Struktur, beispielsweise durch das Themenformat, aufweisen. Achten Sie stets auf die richtigen Formatierungen im Texteditor des LMS und darauf, dass alle Materialien eindeutig benannt sind. Eine Checkliste zur barrierefreien Gestaltung eines Moodle-Lernraums mit weiterführenden Informationen finden Sie XXX.
Insgesamt ist bei der Gestaltung von Materialien, die digital zur Verfügung gestellt werden, auf die vier Prinzipien der Barrierefreiheit zu achten.
- Wahrnehmbarkeit:
Informationen müssen so gestaltet sein, dass sie auf verschiedenen Sinneskanälen zugänglich sind.
Beispiel: Texte sind lesbar, Bilder haben Alternativtexte, Videos Untertitel. - Bedienbarkeit:
Inhalte müssen nutzbar sein – mit Maus, Tastatur oder assistiven Technologien. - Verständlichkeit:
Struktur und Sprache sollten klar, einfach und nachvollziehbar sein. - Robustheit:
Digitale Inhalte müssen mit unterschiedlichen Geräten, Programmen und Hilfsmitteln funktionieren.
Grundsätzlich ist es hilfreich, bei einer barrierefreien Gestaltung auf das Zwei-Sinne-Prinzip zu achten und zu bedenken, dass Informationen immer über mindestens zwei der drei unterschiedlichen Sinneskanäle, also Sehen, Hören oder Tasten, wahrnehmbar sind.
Räume
Auch die Zugänglichkeit zu Seminar- und Vorlesungsräumen sowie die Ausstattung innerhalb dieser, nimmt einen wichtigen Aspekt in der Planung der Lehre unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit ein. Sie sollten sicherstellen, dass Räume barrierefrei zugänglich sind und die technische Ausstattung ausreichend ist. An der Universität Bielefeld gibt es ausgewiesene barrierefreie Hörsäle und Seminarräume, die mit einer induktiven Höranlage ausgestattet sind:
Hörsäle
- AUDIMAX (induktive Höranlage, Verdunkelung, festinstallierte Hybridausstattung, Doppelprojektion)
- UHG H7 (induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät, Verdunkelung)
- UHG H4 (induktive Höranlage in den ersten vorderen Reihen, Verdunkelung, Experiment Chemie und Physik, Absaugvorrichtung, DTEN D7-Gerät)
- UHG H15 (induktive Höranlage, Verdunkelung, festinstallierte Hybridausstattung, Doppelprojektion)
- UHG H16 (induktive Höranlage, Verdunkelung, festinstallierte Hybridausstattung, Doppelprojektion)
- Y-0-111 (induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät)
- X-E0-001 (Bestuhlung steigend, induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät)
- X-E0-002 (Bestuhlung steigend, induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät)
Seminarräume
- X-E0-218 (Induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät, Multimedia für Notebooks)
- X-E0-222 (induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät, Multimedia für Notebooks)
- Y-1-200 (induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät, Multimedia für Notebooks, Whiteboard)
- Y-1-201 (induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät, Multimedia für Notebooks, Whiteboard)
- Y-1-202 (induktive Höranlage, Verdunkelung, DTEN D7-Gerät, Multimedia für Notebooks, Whiteboard)
Sofern Sie vor der Vorlesungszeit von Studierenden erfahren, dass diese auf eine entsprechende Technik angewiesen sind, können Sie frühzeitig die Raumbuchung oder einen Raumwechsel angehen oder entsprechende Hilfsmittel ausleihen
Literatur
Fisseler, B. (2015): Universal Design im Kontext von Inklusion und Teilhabe – Internationale Eindrücke und Perspektiven. Recht & Praxis, 2, S. 45–51.