8. Affirmatives Modell
Inhalt: Behinderung als positive Identität, Ursprung und Entstehung, Weiterentwicklung des sozialen Modells.
Das affirmative Modell stellt einen bewussten Gegenentwurf zu defizitorientierten Perspektiven dar. Behinderung wird als positiv besetzter Teil sozialer Identität verstanden und als Ausdruck von Vielfalt anerkannt statt als persönliches Defizit oder Tragödie.
Entstanden ist dieses Modell aus Kritik an problemfokussierten Darstellungen von Behinderung, auch innerhalb der Disability Studies selbst. Es betont Selbstrepräsentation, Empowerment und kulturelle Sichtbarkeit.
Dieses Modell ist in den Disability Studies eher als eine konstruktive Weiterentwicklung des sozialen Modells zu betrachten und weniger als ein für sich stehendes Modell (Hirschberg 2022, S. 100–101).