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Bildschirmlesegerät

Ein Bildschirmlesegerät ist eine elektronische Sehhilfe, die sehbehinderten Menschen das Lesen und Betrachten von Texten und Objekten erleichtert. Es besteht aus einer Kamera, die das Lesegut aufnimmt, und einem Monitor, auf dem das Bild stark vergrößert dargestellt wird. Die Vergrößerung kann individuell angepasst werden, oft bis zu 60-fach, und auch Kontrast und Farbe lassen sich verändern, um unterschiedliche Sehbedürfnisse zu berücksichtigen. Besonders hilfreich ist der bewegliche Kreuztisch, mit dem Texte präzise unter der Kamera positioniert werden können. Moderne Geräte bieten zusätzliche Funktionen wie Sprachausgabe oder die Möglichkeit, Bilder zu speichern. Bildschirmlesegeräte kommen sowohl im privaten Alltag als auch in Schule und Beruf zum Einsatz, wenn herkömmliche Lupen nicht mehr ausreichen. In Deutschland können sie bei medizinischer Indikation unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse finanziert werden. An der Uni Bielefeld stehen ein Bildschirmlesegerät sowie weitere Hilfsmittel für sehbehinderte Studierende im Louis-Braille-Raum der ZAB (UHG B1-243) bereit.