Zwei-Sinne-Prinzip
Das Zwei-Sinne-Prinzip ist ein wichtiges Grundprinzip des Lernens sowie der Umsetzung von Barrierefreiheit. Es besagt, dass Informationen stets über mindestens zwei unserer Hauptsinne – Hören, Sehen oder Tasten – vermittelt werden sollten. Dadurch wird die Aufnahme und das Verständnis der Inhalte maßgeblich verbessert, da unser Gehirn multimodal präsentierte Informationen effektiver verarbeitet und speichert. Im Falle einer Beeinträchtigung eines Sinneskanals wird so sichergestellt, dass die Information über die verbleibenden Sinne wahrgenommen werden kann.
Praktische Beispiele:
- Vorträge: Gesprochenes Wort (Hören) mit visuellen Hilfsmitteln (Sehen) wie Präsentationen, Tafelbildern, Handouts kombinieren
- Videos: Untertitel (Sehen) und ggf. Audiodeskription (Hören) für visuelle Inhalte
- Materialien: Bilder mit Bildbeschreibungen, Texte mit Hörfassungen
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