Othering
Othering beschreibt den Prozess, bei dem eine Gruppe eine andere als „anders“ und „fremd“ darstellt, um sich selbst davon abzugrenzen. Dies geschieht meist im Kontext eines Machtgefälles: Die als „anders“ beschriebenen Menschen haben oft wenig Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, da sie gesellschaftlich benachteiligt sind. Dabei werden bestimmte Eigenschaften oder Merkmale – etwa Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuelle Orientierung – besonders betont und als Abweichung von der gesellschaftlichen Norm dargestellt. Ob diese Merkmale positiv oder negativ bewertet werden, spielt dabei keine entscheidende Rolle, sie dienen in jedem Fall der Abgrenzung und oft auch der Abwertung der anderen Gruppe. So wird das eigene Selbstbild gestärkt und als „normal“ bestätigt. Othering kann auch bedeuten, dass ganze Gruppen für das Verhalten Einzelner verantwortlich gemacht werden. Im Deutschen wird der Begriff manchmal mit „Fremdmachung“ oder „VerAnderung“ übersetzt.
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